Peugeot 2008 1.6 BlueHDi Mk1
2014-2019Aktualisiert: März 2026
2014-2019 · 1.6 BlueHDi DV6 (75-120 hp) 4-cylinder turbodiesel with AdBlue/SCR
Der 2008 der ersten Generation brachte Crossover-Design auf die 208-Kleinwagenplattform von Peugeot, und der 1.6 BlueHDi war der sparsamste Motor. Ab 2014 als Euro-6-konforme Weiterentwicklung der DV6-Dieselfamilie eingeführt, erhielt er ein AdBlue/SCR-System zur NOx-Reduktion. Ein Verbrauch von 3,5-5,0 L/100 km machte ihn bei Vielfahrern europaweit beliebt. Im Auto Bild 100.000-km-Dauertest erhielt er eine starke Note 2+ für Zuverlässigkeit.
Hervorragender Verbrauch (3,5-5 L/100km)
Bewährter DV6-Diesel, günstige Teile
Turbo anfällig für Ölzuleitungsverstopfung
AdBlue-System erhöht Komplexität
Kaufen, wenn: Sie fahren regelmäßig Autobahn und können die Wartungshistorie mit korrekter Ölspezifikation und regelmäßigen Intervallen nachweisen.
Vermeiden, wenn: Sie fahren hauptsächlich Kurzstrecken unter 15 km oder das Fahrzeug zeigt Anzeichen vernachlässigter Wartung.
Erwartete jährliche Wartungskosten
Bekannte Probleme häufigste zuerst
Kohlenstoffpartikel verstopfen den Siebfilter der Turbo-Ölzuleitung und führen zu Ölmangel am Turbolader · mehr· weniger
Der DV6 1.6 BlueHDi teilt die gut dokumentierte Turbo-Schwachstelle der gesamten 1.6 HDi-Familie. Kohlenstoffpartikel aus der Verbrennung sammeln sich im Siebfilter der Hohlschraube der Turbo-Ölzuleitung und blockieren den Ölfluss zu den Turbolagern. Dies führt zu Überhitzung und schließlich zur Zerstörung der Lager. Begünstigende Faktoren sind verlängerte Wartungsintervalle, falsche Ölspezifikation, Kurzstreckenbetrieb und undichte Injektordichtungen (die Verbrennungsgase ins Öl einleiten). Ein wiederaufbereiteter Turbolader kostet 600-800 Euro, ein neues OEM-Aggregat 900-1.200 Euro, plus 300-500 Euro Arbeitskosten. Die Ölzuleitung und Hohlschraube müssen gleichzeitig ersetzt werden. PSA hat eine modifizierte Hohlschraube (Teilenummer 0376 60) mit verbesserter Filtration eingeführt. Ein Mechaniker berichtete, bei 6 von 60 regelmäßig mit diesem Motor ausgestatteten Fahrzeugen den Turbo ersetzt zu haben. Vorbeugung: korrektes Low-SAPS-Öl verwenden, alle 10.000-12.000 km wechseln (nicht das maximale 20.000-km-Intervall) und undichte Injektordichtungen sofort reparieren.
Kurzstrecken verhindern die DPF-Regeneration, was zu Verstopfung, Warnleuchten und Notlauf führt · mehr· weniger
Der Dieselpartikelfilter benötigt längere Fahrten bei Autobahngeschwindigkeit (mindestens 20 Minuten über 60 km/h), um angesammelten Ruß abzubrennen. Fahrzeuge, die überwiegend für kurze Stadtfahrten genutzt werden, durchlaufen selten einen vollständigen Regenerationszyklus. Bei etwa 45 % Beladung erscheint die Warnung ‚Gefahr der DPF-Verstopfung'. Wird diese ignoriert, geht das Fahrzeug in den Notlauf. Bei kaltem Wetter startet die DPF-Regeneration erst bei Motortemperaturen von 90-95 Grad Celsius, die auf Kurzstrecken möglicherweise nie erreicht werden. Feuchte Ascheablagerungen verfestigen sich zu steinartigem Material, das nicht mehr abgebrannt werden kann. Eine erzwungene Regeneration in der Werkstatt kostet 150-250 Euro. Professionelle DPF-Reinigung kostet 300-500 Euro. Wenn der Filter nicht mehr zu reinigen ist, liegt der Ersatz bei 800-1.500 Euro. Die Eolys-Cerinadditivflüssigkeit muss bei etwa 120.000 km nachgefüllt werden (ca. 150-250 Euro). Wird die DPF-Regeneration mittendrin unterbrochen, kann Kraftstoffverdünnung das Motoröl kontaminieren.
AdBlue-Pumpe, -Injektor oder NOx-Sensor versagt, was Motorwarnungen und möglichen Startausfall auslöst · mehr· weniger
Die BlueHDi-Version nutzt ein AdBlue-System (Harnstoff/SCR) zur NOx-Reduktion, das die älteren HDi- und e-HDi-Varianten nicht haben. Der AdBlue-Injektor kann kristallisieren und verstopfen, besonders bei kaltem Wetter oder wenn das Fahrzeug längere Zeit steht. Die im AdBlue-Tank verbaute Pumpe kann ausfallen, wenn ihre Platine durch eindringende AdBlue-Flüssigkeit kontaminiert wird. Symptome sind die AdBlue-Warnleuchte und schließlich eine Countdown-Warnung, dass der Motor nicht mehr gestartet werden kann. Der Austausch des AdBlue-Injektors kostet 300-500 Euro. Wenn der gesamte Tank mit Pumpe ersetzt werden muss, steigen die Kosten auf 1.200-2.000 Euro. Der NOx-Sensor kann unabhängig davon ausfallen (500-800 Euro). Im Auto Bild Dauertest fielen über 100.000 km nur 167 Euro für AdBlue-Nachfüllungen an, was zeigt, dass das System bei regelmäßiger Nutzung gut funktioniert. Fahrzeuge, die selten oder bei kaltem Wetter gefahren werden, sind am anfälligsten für Kristallisation.
Kupfer-Injektordichtungen verschleißen, sodass Verbrennungsgase und Kohlenstoff sich um die Injektoren ablagern · mehr· weniger
Die Kupferdichtungen zwischen den Injektoren und dem Zylinderkopf verschleißen mit der Zeit und lassen Verbrennungsgase entweichen. Dies erzeugt ein Zischen und Dieselgeruch im Motorraum. Wird das Problem nicht behoben, lagern die Gase eine dicke schwarze Kohlenstoffmasse um die Injektoren ab, bekannt als ‚Black Death', die Zylinderkopf, Kabelbaum und Leitungen beschädigen kann. Injektor Nummer 3 ist am häufigsten betroffen. Bei frühzeitiger Erkennung kostet der einfache Dichtungswechsel etwa 150-300 Euro (die Teile kosten nur 3-5 Euro pro Injektor, aber die Reinigungsarbeit dauert 1-2 Stunden pro Injektor). Bei fortgeschrittenem Black Death können festsitzende Injektoren eine Spezialextraktion für 500-1.000 Euro erfordern. Im schlimmsten Fall muss der Zylinderkopf für 1.500-2.000 Euro überholt werden. Regelmäßige Ölwechsel mit korrekter Spezifikation helfen, beschleunigten Dichtungsverschleiß zu verhindern.
Kohlenstoffablagerungen lassen das AGR-Ventil klemmen, was Abgaswarnungen und Leistungsverlust auslöst · mehr· weniger
Das Abgasrückführungsventil sammelt mit der Zeit Kohlenstoffablagerungen an, besonders bei Fahrzeugen, die überwiegend im Stadtverkehr bewegt werden. Wenn das Ventil offen oder geschlossen klemmt, löst es die Meldung ‚Abgasreinigungsstörung' aus und kann zu unrundem Leerlauf, Leistungsverlust und erhöhtem Verbrauch führen. Professionelle AGR-Reinigung kostet 150-250 Euro. Wenn das Ventil nicht mehr zu reinigen ist, kostet der Austausch 300-600 Euro. Verwenden Sie stets Original-Valeo- oder OEM-AGR-Ventile, da billige Nachbauteile bei PSA-Motoren Probleme verursachen. Der Defekt tritt typischerweise zwischen 80.000 und 120.000 km auf. Regelmäßiges Autobahnfahren bei höheren Drehzahlen hält das Ventil sauberer. Der AGR-Kühler kann separat ausfallen und unsichtbaren Kühlmittelverlust in die Abgasanlage verursachen.
Kupplungsrutschen und ZMS-Rasseln, beschleunigt durch Stop-and-go-Stadtverkehr · mehr· weniger
Vorzeitiger Kupplungsverschleiß wurde beim 2008 1.6 BlueHDi gemeldet, wobei einige Besitzer unter 80.000 km Rutschen feststellten. Das Zweimassenschwungrad kann Rasselgeräusche entwickeln, besonders im Leerlauf. Ein Kupplungssatz allein kostet 200-350 Euro für Teile. Wenn auch das ZMS ersetzt werden muss, steigen die Teilekosten auf 500-800 Euro. Arbeitskosten betragen etwa 300-500 Euro (Richtzeit rund 9,5 Stunden). Kupplungen halten bei Mischbetrieb selten länger als 150.000 km. Stadtverkehr mit häufigem Anfahren beschleunigt den Verschleiß deutlich. Das ZMS muss nicht zwingend bei jedem Kupplungswechsel erneuert werden, sondern nur bei Bedarf.
Vordere Stoßdämpfer verschleißen frühzeitig und verursachen Klopfgeräusche ab etwa 50.000 km · mehr· weniger
Der Peugeot 2008 Mk1 ist bekannt für vorzeitigen Verschleiß der vorderen Stoßdämpfer. Besitzer berichten von Klopfgeräuschen ab bereits 40.000-50.000 km. Die erhöhte Bodenfreiheit und das relativ weiche Dämpfer-Setup tragen zu schnellerem Verschleiß bei als beim tiefer liegenden 208. Die oberen Domlager versagen typischerweise zuerst. Auch im Auto Bild 100.000-km-Dauertest mussten die vorderen Stoßdämpfer ersetzt werden. Stoßdämpfer müssen paarweise getauscht werden. Teilekosten liegen bei 60-100 Euro pro Dämpfer für Qualitäts-Zubehörteile (Monroe, Sachs), mit Arbeitskosten von 1-2 Stunden pro Paar. Peugeot hat bei einigen Fahrzeugen innerhalb von 4 Jahren nach Kauf Kulanzanteile von 50-60 % gewährt.
Zuverlässiger Diesel, aber Turbo und Abgassystem wartungsabhängig
Der DV6 1.6 BlueHDi kann bei ordnungsgemäßer Wartung über 200.000 km erreichen, ist aber empfindlich gegenüber ausgelassenen Wartungen, falschen Ölsorten oder überwiegendem Kurzstreckenbetrieb. Verstopfung der Turbo-Ölzuleitung und DPF-Verkokung sind die kostspieligsten Probleme, aber mit korrektem Öl, kürzeren Wartungsintervallen und ausreichend Autobahnfahrten weitgehend vermeidbar. Das AdBlue-System fügt eine zusätzliche Komplexitätsebene hinzu, die bei älteren HDi-Varianten nicht vorhanden ist. Im Auto Bild 100.000-km-Dauertest erhielt das Fahrzeug eine starke Note 2+ bei minimalen Reparaturen, was bestätigt, dass korrekte Nutzung und Wartung die entscheidenden Faktoren sind.
Checkliste für die Kaufinspektion
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Wartungshistorie
Vollständige Peugeot-Vertragswerkstatt- oder Fachwerkstatt-Unterlagen sind unerlässlich. Überprüfen Sie, ob Ölwechsel alle 12 Monate mit korrekter Low-SAPS-Ölspezifikation (Total Quartz INEO First 0W-30 oder gleichwertig) durchgeführt wurden.
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Reifen
Profiltiefe, Alter (DOT-Nummer) und ungleichmäßigen Verschleiß prüfen. Gängige Größen sind 195/60R16 oder 205/55R16 je nach Ausstattung.
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Kaltstart
Motor kalt starten und auf ungewöhnliche Geräusche achten. Abgasfarbe beachten: Blau deutet auf Ölverbrennung hin, Schwarz auf Einspritz- oder Turboprobleme.
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Probefahrt
Mindestens 20 Minuten fahren, einschließlich Beschleunigung unter Last und Autobahngeschwindigkeit. Auf Warnleuchten achten, insbesondere Abgasreinigungsmeldungen.
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Auf Turbopfeifen unter Last achten
Im 3. Gang ab 2.000 U/min kräftig beschleunigen. Ein gesunder Turbo läuft gleichmäßig hoch. Übermäßiges Pfeifen, Heulen oder Ölrauch bei Beschleunigung deutet auf Lagerverschleiß hin.
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Auf Dieselgeruch an den Injektoren prüfen
Nach einer kurzen Fahrt die Motorhaube öffnen. Starker Dieselgeruch oder Zischen am Motorkopf weist auf undichte Injektordichtungen hin. Auf schwarze Kohlenstoffablagerungen um die Injektoren achten.
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DPF-Zustand per Diagnose prüfen
Mit einem Diagnosegerät den DPF-Rußbeladungsgrad und das Datum der letzten Regeneration prüfen. Über 80 % Beladung ist bedenklich. Nach dem typischen Fahrprofil des Fahrzeugs fragen.
Tipp: Nutzen Sie einen Bluetooth-OBD2-Scanner, um bei der Besichtigung Fehlercodes auszulesen.
Rückrufe und technische Servicehinweise
Ausfall der Bremsvakuumpumpe durch Zahnriementrümmer (Produktion Juni 2013 bis April 2017)
Critical - verify completed
Befestigungsschrauben der vorderen Querlenker können brechen (Produktion September 2013 bis November 2014)
Verify completed
Rückschlagventil im Kraftstofftank entspricht nicht der Spezifikation (Produktion April bis Juli 2015)
Verify completed
NOx-Emissionssoftware-Kalibrierfehler (September 2013 bis August 2019, mehrere Produktionschargen)
Verify completed
Softwarefehler der Harnstoff-Injektor-Störungsanzeige (2017-2019 BlueHDi-Modelle)
Verify completed
Unzureichender Korrosionsschutz des vorderen Hilfsrahmens (Produktion Juni 2014)
Verify completed
Kontaktieren Sie eine Peugeot-Vertragswerkstatt mit der FIN, um zu überprüfen, ob alle Rückrufe durchgeführt wurden. Der Rückruf der Bremsvakuumpumpe (2013-2017) ist besonders wichtig, da er die Bremssicherheit direkt betrifft. Der Rückruf der Querlenkerschrauben (2013-2014) ist ebenfalls sicherheitsrelevant. Der NOx-Software-Rückruf betrifft mehrere Produktionsjahre.
Garantiestatus
Herstellergarantie (2 Jahre)
Bei allen gebrauchten 2008 Mk1 abgelaufen
Durchrostungsgarantie (12 Jahre)
Kann für Modelle ab 2014 noch gelten
Garantieverlängerung
Über Peugeot-Vertragswerkstätten oder Drittanbieter erhältlich
Alle Peugeot 2008 Mk1 sind außerhalb der ursprünglichen 2-jährigen Herstellergarantie. Die 12-jährige Durchrostungsgarantie kann je nach Erstzulassungsdatum noch für Modelle von 2014-2019 gelten. Rückrufarbeiten werden unabhängig vom Garantiestatus kostenlos durchgeführt. Kontaktieren Sie eine Peugeot-Vertragswerkstatt mit der FIN.
Dieser Bericht dient nur zu Informationszwecken und stellt keine professionelle Beratung dar. Schätzungen können ungenau sein. Lassen Sie das Fahrzeug vor dem Kauf immer von einem qualifizierten Fachmann inspizieren. Wir übernehmen keine Haftung für Entscheidungen, die auf Grundlage dieser Informationen getroffen werden. Diese Seite enthält Affiliate-Links — wir erhalten ggf. eine kleine Provision, ohne Mehrkosten für Sie.