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Mercedes-Benz E200 W212

2009-2016Zuletzt geprüft: Mai 2026 · Wie dieser Bericht entstehtMai 2026

2009-2016 · 1.8L M271 EVO turbo (2009-2013) / 2.0L M274 turbo (2013-2016) Benziner (184 PS)

Die W212 E-Klasse gehört zu den zuverlässigsten modernen Mercedes-Plattformen und wird europaweit in Taxiflotten eingesetzt. Der E200 Benziner kam mit zwei Motoren: dem 1.8L M271 EVO Turbo (Vorfacelift, 2009-2013) und dem 2.0L M274 Turbo (Facelift, 2013-2016), beide mit 184 PS. Keiner der beiden Motoren ist unverwüstlich, aber beide können bei sorgfältiger Wartung 200.000+ km erreichen. Das Facelift brachte überarbeitetes Design, aktualisierte Elektronik und den neueren M274-Motor mit anderen, aber ebenso gut dokumentierten Schwachstellen.

Solide Bauqualität, langlebig Gute Ersatzteilverfügbarkeit
M271-Steuerkette kontrollbedürftig Verkokung an Einlassventilen
Kaufen, wenn: Sie suchen eine komfortable Limousine und finden ein Exemplar mit lückenloser Wartungshistorie und geprüftem Steuerkettenzustand.
Vermeiden, wenn: Sie können sich keine Steuerketten- oder Verkokungsreinigung leisten oder interessieren sich für ein Fahrzeug ohne nachvollziehbare Wartungsgeschichte.
Erwartete jährliche Wartungskosten
€750 - €1.550/Jahr
15.000 km/Jahr
Fixkosten
€500-850
Risikopuffer
€250-700
Bekannte Probleme
Solide Plattform, aber die Vierzylinder-Benziner brauchen vorausschauende Wartung
Der W212 E200 ist eine zuverlässige Limousine, die mit guter Pflege 200.000+ km erreichen kann. Die Hauptprobleme sind die Steuerkette des M271 EVO (Vorfacelift), die Verkokung durch Direkteinspritzung (beide Motoren) und der altersbedingte Ausfall der elektronischen Lenkradsperre. Der M274-Motor des Facelifts (ab 2013) verbesserte das Steuerkettendesign, brachte aber PCV-Ventilprobleme bei höheren Laufleistungen mit. Beide Motoren profitieren von kürzeren Ölwechselintervallen als vom Werk empfohlen. Das 7G-Tronic-Automatikgetriebe ist grundsätzlich zuverlässig, benötigt aber Ölwechsel trotz der ‚Lebensdauerfüllung'. Bei Fahrzeugen aus Streusalzregionen sollte der Garantiestatus des Hinterachsträgers geprüft werden.
Checkliste für die Kaufinspektion
Allgemeine Prüfungen
Spezifisch für dieses Fahrzeug

Tipp: Nutzen Sie einen Bluetooth-OBD2-Scanner, um bei der Besichtigung Fehlercodes auszulesen.

Rückrufe und technische Servicehinweise
Schiebedach-Glasverklebung (2009-2016 W212, falls vorhanden) Erledigung prüfen
Lenksäulen-Wickelfedermodul (Produktion November 2011 - Juli 2017) Erledigung prüfen
Takata-Airbag-Gasgenerator (Modelle 2009-2014) Kritisch – Erledigung prüfen
Schwingungstilger-Ablösung (bestimmte W212 aus Produktion Juli 2010) Erledigung prüfen
Kontaktieren Sie eine Mercedes-Benz-Vertragswerkstatt mit der FIN (Fahrzeug-Identifizierungsnummer), um die Durchführung aller Rückrufe zu bestätigen. Der Takata-Airbag-Rückruf ist besonders wichtig, da er eine sicherheitskritische Komponente über einen breiten Produktionszeitraum betrifft.
Garantiestatus
Herstellergarantie (2 Jahre) Bei allen W212-Modellen abgelaufen
Hinterachsträger-Korrosionsgarantie (20 Jahre) Kann noch gelten - bei Mercedes-Werkstatt prüfen
Garantieverlängerung Aufgrund des Alters begrenzt - bei Mercedes oder Drittanbietern prüfen
Alle W212 E200-Modelle sind weit außerhalb der originalen 2-Jahres-Herstellergarantie. Die Hinterachsträger-Korrosionsgarantie (20 Jahre, unbegrenzte Laufleistung) kann bei jüngeren Modellen noch gelten und deckt den kostenlosen Austausch durchgerosteter Hilfsrahmen unabhängig vom Eigentümer. Kontaktieren Sie eine Mercedes-Benz-Vertragswerkstatt mit der FIN zur Prüfung der Anspruchsberechtigung.

↔ Alternativen

Mercedes-Benz E220d W212 2009-2016 Gleiche Plattform, Dieselmotor. Sparsamer, aber mit DPF- und AGR-Problemen. Die OM651-Steuerkette sitzt an der Getriebeseite, was den Tausch teurer macht. Mercedes-Benz C200 W204 2007-2014 Gleicher M271-Motor in kleinerem Gehäuse. Ähnliche Steuerketten- und ESL-Probleme. Ältere Plattform mit schlimmeren Ausgleichswellenproblemen bei Kompressor-Varianten vor 2010. Mercedes-Benz E350 W213 2016-2023 Nachfolgegeneration mit M264-Vierzylinder. Modernere Technik, aber zusätzliche 48V-Mildhybrid-Komplexität. Insgesamt geringeres Risikoprofil. Mercedes-Benz E500 W212 2011-2016 Gleiche Plattform mit M278-V8. Deutlich mehr Leistung, aber erheblich höhere Unterhaltskosten. Ölverschleppung durch Nockenwellen-Magnetventile ist ein teures Problem. Mercedes-Benz E220 CDI W211 2002-2009 Vorgängergeneration als Diesel. Rostanfälligere Karosserie und SBC-Bremsprobleme bei Vorfacelift-Modellen. Günstiger in der Anschaffung, aber veraltete Elektronik.

Dieser Bericht dient nur zu Informationszwecken und stellt keine professionelle Beratung dar. Schätzungen können ungenau sein. Lassen Sie das Fahrzeug vor dem Kauf immer von einem qualifizierten Fachmann inspizieren. Wir übernehmen keine Haftung für Entscheidungen, die auf Grundlage dieser Informationen getroffen werden. Diese Seite enthält Affiliate-Links — wir erhalten ggf. eine kleine Provision, ohne Mehrkosten für Sie.