Nachfolger des Kadjar auf der CMF-CD-Plattform, die er sich mit dem Nissan Qashqai teilt. Der 1.3 TCe 160 ist ein Mild-Hybrid-Benziner, gemeinsam entwickelt von Renault, Nissan und Daimler. Antriebsstrang grundsätzlich solide, doch frühe Mk1-Exemplare zeigen Software- und Infotainment-Probleme. Belegte Platz 72 von 76 in der What-Car-Zuverlässigkeitsumfrage der Familien-SUVs.· mehr· weniger
Moderne Mild-Hybrid-Effizienz
Bewährter Motor aus dem Qashqai
OpenR-Link-Infotainment-Aussetzer
Hoher Verschleiß der Vorderbremsen
Kaufen, wenn: Sie möchten einen modernen, gut ausgestatteten Familien-SUV und können prüfen, ob alle Software-Updates und der Feststellbremsen-Rückruf erledigt sind.
Vermeiden, wenn: Sie sind auf das Infotainment angewiesen oder erwarten lange Wartungsintervalle für die Bremsen.
Bekannte Probleme
12-Zoll-Display startet neu, friert ein, CarPlay bricht ab, langsamer Bootvorgang nach Updates · mehr· weniger
Das Google-basierte OpenR-Link-System ist das am häufigsten gemeldete Problem in allen Austral-Foren. Symptome sind plötzliche Neustarts, eingefrorene Bildschirme, abbrechendes Bluetooth, getrennte Apple-CarPlay-Verbindungen, lange Bootzeiten und Verlust der Senderinformationen beim DAB-Radio. Viele Fälle lassen sich per Software-Update auf Garantie beheben, andere erfordern einen Tausch der Recheneinheit. Außerhalb der Garantie kann ein Ersatz beim Händler bis zu €1.500 kosten. Wartungshistorie auf mehrere Infotainment-bedingte Werkstattbesuche prüfen.
Vordere Bremsbeläge unter 3 mm bei 25.000 km statt der erwarteten 60.000-80.000 km · mehr· weniger
Ein weit verbreitetes Problem: hoher Verschleiß an den vorderen Bremsbelägen, bedingt durch die Auslegung der Rekuperation und das Gewicht des SUV. Viele Besitzer berichten von Belägen, die bereits bei 25.000-35.000 km gewechselt werden müssen. Häufig sind auch die Bremsscheiben gleichzeitig fällig. Statt der üblichen 60.000-80.000 km sollten Sie alle 30.000-40.000 km eine Bremsenrevision vorne einplanen. Belagstärke und Scheibenzustand bei jeder Inspektion prüfen.
Spurhalteassistent, Notbremsassistent und adaptive Scheinwerfer machen ab 40.000-60.000 km Probleme · mehr· weniger
Rund 14 % der Austral-Besitzer melden Fehlfunktionen des Notbremsassistenten oder des Spurhaltewarners, meist nach 40.000-60.000 km. Auch Flackern der adaptiven Scheinwerfer auf dunklen Straßen wird berichtet. Ursachen reichen von einer simplen Sensor-Neukalibrierung (günstig) bis zum Tausch von Kamera- oder Radarmodul (€500-900). Eine Neukalibrierung ist häufig auch nach einem Scheibentausch nötig.
Lagerspiel und Aktuator-Fehler treten ab 80.000+ km bei dieser Motorenfamilie auf · mehr· weniger
Der 1.3 TCe H5Ht (in der Mercedes A-Klasse geteilt) zeigt bei anderen Renault-Nissan-Modellen ab 80.000 km Turbolader-Verschleiß mit Lagerspiel, Pfeifgeräuschen, blauem Rauch und Leistungsverlust. Verkokung und Ölverdünnung durch Kurzstrecken beschleunigen dies. Kurze Ölwechselintervalle einhalten (maximal 10.000 km) und das vorgeschriebene Low-SAPS-Öl verwenden. Ein Ersatzturbolader kostet eingebaut €1.200-2.200.
Aktuator der elektrischen Feststellbremse arretiert möglicherweise nicht korrekt · mehr· weniger
Gegenstand eines Rückrufs 2024-2025: Der Aktuator des elektrischen Feststellbremsenmechanismus bzw. des Getriebeeinrückaktuators positioniert die Sperrklinke unter Umständen nicht korrekt, sodass das Fahrzeug wegrollen kann. Renault tauscht das betroffene Bauteil im Rahmen des Rückrufs kostenfrei. Per FIN prüfen, ob diese Arbeit vor dem Kauf erledigt wurde.
Moderner Crossover mit typischen Anlaufproblemen bei Software und Verschleiß
Der Austral 1.3 TCe 160 ist mechanisch grundsätzlich solide, doch die ersten Marktjahre zeigen typische Neuplattform-Kinderkrankheiten: Infotainment-Aussetzer, vorzeitiger Bremsenverschleiß und Sensorfehler. Die meisten Probleme sind software- oder verschleißbedingt und nicht katastrophal. Prüfen Sie, ob alle Software-Updates und Rückrufe erledigt sind, und kontrollieren Sie den Bremsenzustand sorgfältig.
Rückrufe und technische Servicehinweise
Feststellbremsen-Aktuator (2024-2025)
Erledigung prüfen
E-Tech Hybrid Motorschadenrisiko - Kampagne 0EWA (2022-2024, nur Vollhybrid)
Nicht zutreffend
Kontaktieren Sie Renault mit der FIN, um zu prüfen, ob alle Rückrufe erledigt sind. Der Rückruf zum Feststellbremsen-Aktuator ist für die 1.3 TCe 160 Mild-Hybrid-Variante am relevantesten.
Garantiestatus
Herstellergarantie (2 Jahre)
Aktiv bei 2024+, abgelaufen bei 2022-2023
Renault Relax Garantieverlängerung
Verfügbar bis 5 Jahre / 100.000 km
Renault bietet das Paket Renault Relax zur Garantieverlängerung an. Angesichts der frühen Software-Probleme ist eine Garantieverlängerung bei Fahrzeugen mit nahender 2-Jahres-Grenze überlegenswert.
Dieser Bericht dient nur zu Informationszwecken und stellt keine professionelle Beratung dar. Schätzungen können ungenau sein. Lassen Sie das Fahrzeug vor dem Kauf immer von einem qualifizierten Fachmann inspizieren. Wir übernehmen keine Haftung für Entscheidungen, die auf Grundlage dieser Informationen getroffen werden. Diese Seite enthält Affiliate-Links — wir erhalten ggf. eine kleine Provision, ohne Mehrkosten für Sie.