Der einzige Diesel-Kombi mit erhöhter Bodenfreiheit, den Subaru je in Europa verkauft hat. Der BS-Outback kombiniert den Vierzylinder-Boxerdiesel EE20 mit symmetrischem Allradantrieb und wahlweise einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder dem Lineartronic-CVT. Die ab 2014 verbaute Euro-6-Version löste die Kurbelwellenprobleme der früheren Euro-4/5-Motoren, doch der EE20 bleibt ein Nischenantrieb mit begrenztem Spezialistennetzwerk in Europa und einer gut dokumentierten Empfindlichkeit gegenüber Kurzstreckenfahrten.· mehr· weniger
Serienmäßiger symmetrischer Allrad
Starkes Drehmoment zum Ziehen
DPF sehr empfindlich bei Kurzstrecke
Wenige Diesel-Spezialisten verfügbar
Kaufen, wenn: Sie fahren regelmäßig Langstrecke oder Autobahn, brauchen echte Allradtauglichkeit und finden ein Exemplar mit vollständiger Subaru-Wartungshistorie und Nachweis regelmäßiger Autobahnnutzung.
Vermeiden, wenn: Sie fahren überwiegend Kurzstrecke in der Stadt (DPF verstopft, Öl verdünnt sich), wünschen günstige und breit verfügbare Ersatzteile oder haben keinen Zugang zu einem Subaru-Diesel-Spezialisten.
Bekannte Probleme
Dieselpartikelfilter verstopft bei Kurzstreckenfahrten rasch und löst Warnleuchten und Notlauf aus · mehr· weniger
Das DPF-System des EE20-Diesels ist besonders empfindlich gegenüber dem Fahrprofil. Kurze Stadtfahrten verhindern, dass der Abgasstrom die für die passive Regeneration nötige Temperatur erreicht, was zu schneller Rußansammlung führt. Wenn die Rußbeladung zu hoch wird, versucht das Steuergerät eine aktive Regeneration durch Nacheinspritzung von Kraftstoff. Wird die Fahrt vor Abschluss unterbrochen, beginnt der Zyklus von vorn. Die DPF-Warnleuchte blinkt ab einer Ölverdünnung von circa 10 %. Eine professionelle DPF-Reinigung kostet etwa €300-500 beim Spezialisten. Ist der Filter nicht mehr reinigungsfähig, kostet ein Ersatz-DPF €800-1.500 für ein Nachbauteil oder €1.500-2.500 inklusive Einbau bei der Subaru-Vertragswerkstatt. Subaru selbst räumt ein, dass dieses Modell nicht für vorwiegend städtischen oder vorstädtischen Betrieb geeignet ist. Eine monatliche Autobahnfahrt von mindestens 30 Minuten bei gleichmäßiger Geschwindigkeit gilt als Minimum, um den DPF gesund zu halten.
Dieselkraftstoff gelangt bei der aktiven Regeneration an den Kolbenringen vorbei ins Motoröl und beschleunigt den Verschleiß · mehr· weniger
Bei der aktiven DPF-Regeneration wird zusätzlicher Diesel nach der Verbrennung eingespritzt, um die Abgastemperatur zu erhöhen. Ein Teil dieses Kraftstoffs wäscht sich an den Kolbenringen vorbei in die Ölwanne und verdünnt das Motoröl. Das Fahrzeug überwacht die Ölverdünnung und löst eine Warnung aus, wenn sie circa 10 % übersteigt. Besitzer berichten, dass das Öl am Peilstab nach Petroleum riecht und der Ölstand über die Maximalmarkierung steigt. Bleibt das Problem unbehandelt, verliert verdünntes Öl seine Schmierfähigkeit, was zu beschleunigtem Lagerverschleiß, Zylinderfressern und im schlimmsten Fall zu einem Motorschaden führt, der eine Überholung oder einen Austausch für €3.000-3.500 erfordert. Vorbeugung: Bei überwiegendem Stadtbetrieb das Öl häufiger als vorgeschrieben wechseln (alle 7.500 km oder 6 Monate statt der üblichen 15.000 km) und regelmäßig Autobahn fahren, damit die Regeneration vollständig ablaufen kann.
Kohlenstoffablagerungen drosseln den AGR-Durchfluss und verursachen unrunden Leerlauf, Leistungsverlust und Fehlercodes · mehr· weniger
Der EE20 verfügt über ein Hochdruck- und ein Niederdruck-AGR-System (das Niederdrucksystem kam ab Ende 2014 für die Euro-5/6-Konformität hinzu). Kohlenstoffablagerungen verengen AGR-Ventil und -Kühler allmählich, insbesondere bei überwiegendem Stadtbetrieb. Das Niederdruck-AGR hat ein feines Sieb zwischen DPF und AGR-Ventil, das mit Ruß verstopft und den Fehlercode P049B sowie Derate-Modus auslöst. Symptome sind unrunder Leerlauf, Leistungsverlust und vermehrter Rauch. Die Reinigung des AGR-Systems beim Spezialisten kostet etwa €300-500. Muss das Ventil selbst ersetzt werden, kommen Teilekosten von €200-400 plus Arbeitskosten hinzu. Der AGR-Kühler kann separat ausfallen und zusätzlich €400-700 kosten. Eine vorbeugende Reinigung alle 60.000-80.000 km wird empfohlen.
Turbolager verschleißen und Ladeluftrohre reißen, was Leistungsverlust und Fehlercodes verursacht · mehr· weniger
Der Turbolader des EE20 kann mit der Zeit Lagerverschleiß entwickeln, insbesondere bei verlängerten Ölwechselintervallen oder minderwertigem Öl. Symptome sind erhöhter Ölverbrauch durch die Turbodichtungen, Blaurauchen beim Beschleunigen und Pfeifgeräusche. Die Ladeluftleitungen bestehen aus dünnem Gummi, das für Risse und Brüche bekannt ist, was zu Ladedruckverlusten mit Leistungseinbruch und Fehlercodes führt. Der Austausch gerissener Ladeluftleitungen ist mit €100-300 relativ günstig, wobei Silikon-Upgrades aus dem Zubehör erhältlich sind. Ein kompletter Turbolader-Austausch inklusive Arbeitskosten beträgt bei der Subaru-Vertragswerkstatt etwa €1.500-2.500. Die Boxerbauweise erschwert den Zugang zum Turbolader im Vergleich zu Reihenmotoren und erhöht die Arbeitszeit.
Glühkerzen schließen kurz und lösen eine gemeinsame Sicherung aus, die auch ABS, Traktionskontrolle und Stabilitätssysteme deaktiviert · mehr· weniger
Der EE20 verwendet Keramik-Glühkerzen, die ausfallen und einen Kurzschluss gegen Masse verursachen können. Wenn eine Glühkerze kurzschließt, löst sie Sicherung F14 aus, die mit dem ABS-System geteilt wird. Dadurch werden gleichzeitig ABS, VDC (Fahrstabilitätskontrolle) und Traktionskontrolle deaktiviert, wobei alle entsprechenden Warnleuchten aufleuchten. Die Glühkerzen können sich im Zylinderkopf festsetzen, was den Ausbau erschwert. Bricht eine Kerze beim Ausbau ab, ist eine Spezialextraktion erforderlich, die die Kosten erhöht. Der Austausch aller vier Glühkerzen kostet bei problemloser Zugänglichkeit etwa €150-300 beim Spezialisten. Sind die Kerzen festgebacken und eine Spezialextraktion nötig, können die Kosten €500-800 erreichen. Die Verwendung von Kupferpaste beim Einbau hilft, künftiges Festsitzen zu verhindern.
Vibration am Kupplungspedal zeigt ZMS-Verschleiß an, typisch nach 100.000-150.000 km · mehr· weniger
Outback-2.0D-Modelle mit Schaltgetriebe verwenden ein Zweimassenschwungrad, um die dieseltypischen Vibrationen zu dämpfen. Das ZMS verschleißt mit der Zeit und erzeugt spürbare Vibrationen am Kupplungspedal sowie Rasseln im Leerlauf. Ein Austausch wird je nach Fahrstil typischerweise zwischen 100.000 und 150.000 km fällig. Der Ersatz von ZMS und Kupplungssatz kostet bei einer freien Werkstatt etwa €1.200-2.000, wobei das ZMS selbst €400-600 und der Kupplungssatz €200-400 kostet. Einige Besitzer entscheiden sich für einen Umbau auf ein Einmassenschwungrad zu ähnlichen Kosten, was allerdings die Motorvibrationen im Innenraum verstärkt. Dieses Problem betrifft nur Fahrzeuge mit Schaltgetriebe; CVT-Modelle sind nicht betroffen.
Magnetventile im CVT-Ventilkörper fallen aus und verursachen Ruckeln, Zögern oder kompletten Antriebsverlust · mehr· weniger
CVT-ausgestattete Diesel-Outbacks teilen sich das gleiche Lineartronic-Getriebe wie die Benzinversion. Die Magnetventile im Ventilkörper können ausfallen, typischerweise nach 120.000-180.000 km, und lösen die Fehlercodes P2764 oder P0700 aus. Symptome sind ruckartiges Schalten, Ruckeln bei leichter Beschleunigung oder Notlauf. Ein Ventilkörper-Austausch kostet bei der Subaru-Vertragswerkstatt etwa €1.200-1.800. Sind auch Drehmomentwandler oder Kette beschädigt, kann ein kompletter CVT-Austausch €4.000-5.500 erreichen. Regelmäßige CVT-Ölwechsel alle 50.000 km reduzieren das Risiko erheblich. Subaru hat die CVT-Garantie bei bestimmten Modellen auf 10 Jahre oder 160.000 km verlängert. Das höhere Drehmoment des Dieselmotors belastet das CVT etwas stärker als die Benzinvariante.
Riemenspanner leckt Öl, verunreinigt den Keilrippenriemen und verursacht Durchrutschen oder Riemenriss · mehr· weniger
Der Riemenspanner des Lichtmaschinenriemens am EE20-Diesel hat einen hydraulischen Dämpfungsmechanismus, der Öl verlieren kann. Das Öl gelangt auf den Keilrippenriemen, verursacht Quietschen, Durchrutschen und schließlich Riemenversagen. Einige Besitzer berichten von wiederkehrenden Spannerausfällen in Abständen von nur 5.000-10.000 km bei betroffenen Fahrzeugen. Der Austausch von Spanner und Riemen kostet bei einer freien Werkstatt etwa €200-400. Reißt der Riemen während der Fahrt, können weitere Komponenten beschädigt werden, wobei Gesamtkosten von bis zu €500 anfallen können. Die Boxerbauweise begünstigt das Ansammeln von Öl aus dem Spanner an der Motorvorderseite.
Nischendiesel, der engagierte Wartung und Autobahnfahrten erfordert
Der EE20-Boxerdiesel im BS-Outback ist die verbesserte Euro-6-Version, die die Kurbelwellenausfälle früherer Motoren behoben hat. Allerdings ist das DPF-System auffällig empfindlich bei Kurzstrecken, und Ölverdünnung durch unvollständige Regeneration ist ein echtes Problem für Stadtfahrer. AGR-Verkokung, Turbolader-Verschleiß und Glühkerzenausfälle erhöhen den Wartungsaufwand zusätzlich. Einen EE20-erfahrenen Spezialisten zu finden, kann außerhalb größerer Städte schwierig sein. Mit konsequentem Autobahnbetrieb und verkürzten Ölwechselintervallen kann der Motor über 200.000 km erreichen, erfordert aber deutlich mehr Aufmerksamkeit als gängige Diesel-Konkurrenten.
Rückrufe und technische Servicehinweise
Steckertrennung elektrische Parkbremse (2015-2018-Modelle)
Erledigung prüfen
Bremslichtschalter-Ausfall (2015-Modelle, 436 Fahrzeuge)
Erledigung prüfen
Rissbildung Ansaugkrümmer mit unrundem Leerlauf und Abwürgen (2016-Modelle, 255 Fahrzeuge)
Erledigung prüfen
Takata-Airbag-Generator-Austausch (2014-2015-Modelle)
Erledigung prüfen
Lenksäulen-Fertigungsfehler (Produktion Feb-Mai 2016)
Kritisch – Erledigung prüfen
Kontaktieren Sie Subaru mit der Fahrgestellnummer (FIN), um die Erledigung aller Rückrufe zu bestätigen. Der Lenksäulen-Rückruf ist sicherheitskritisch und betrifft ein enges Produktionsfenster. Der Rückruf der elektrischen Parkbremse betrifft einen breiteren Bereich von 2015-2018-Modellen.
Garantiestatus
Herstellergarantie (3 Jahre / 100.000 km)
Bei allen gebrauchten Outback BS abgelaufen
Erweiterte CVT-Garantie
10 Jahre / 160.000 km bei bestimmten Modellen (bei Subaru prüfen)
Durchrostungsgarantie (12 Jahre)
Kann bei 2014-2020-Modellen noch aktiv sein
Alle Outback-BS-Diesel-Modelle sind außerhalb ihrer ursprünglichen 3-Jahres-Herstellergarantie. Die erweiterte CVT-Garantie (10 Jahre / 160.000 km) wurde bei einigen Modellen angeboten und kann 2016-2020er Fahrzeuge noch abdecken. Prüfen Sie dies bei einer Subaru-Vertragswerkstatt anhand der Fahrgestellnummer. Subarus 12-Jahres-Durchrostungsgarantie kann bei späteren Baujahren noch gültig sein.
Dieser Bericht dient nur zu Informationszwecken und stellt keine professionelle Beratung dar. Schätzungen können ungenau sein. Lassen Sie das Fahrzeug vor dem Kauf immer von einem qualifizierten Fachmann inspizieren. Wir übernehmen keine Haftung für Entscheidungen, die auf Grundlage dieser Informationen getroffen werden. Diese Seite enthält Affiliate-Links — wir erhalten ggf. eine kleine Provision, ohne Mehrkosten für Sie.