Der größte erhältliche Mini, der sich die UKL2-Plattform von BMW mit dem X1 F48 teilt. Der Basis-Cooper nutzt den B38 1.5-Liter-Dreizylinder-Turbo mit 136 PS und Frontantrieb. Im Vergleich zu älteren Mini-Modellen ein deutlicher Fortschritt in Sachen Zuverlässigkeit, wobei der B38 eigene Schwachstellen bei Motorlagern, Steuerketten-Spannerversagen und Verkokung durch Direkteinspritzung mitbringt.· mehr· weniger
B38-Motor bewährt bei BMW/Mini
Niedrigere Kosten als Cooper S
Motorlager verschleißen vorzeitig
Steuerkette hinten montiert (teuer)
Kaufen, wenn: Sie suchen ein praktisches Kompakt-SUV mit Mini-Charakter und finden ein Exemplar mit lückenloser Wartungshistorie und ohne Kaltstart-Rasseln.
Vermeiden, wenn: Sie hören beim Kaltstart ein Rasseln (Steuerkettenspanner) oder das Fahrzeug wurde ausschließlich auf Kurzstrecken ohne gelegentlich sportlichere Fahrweise bewegt.
Bekannte Probleme
Gummilager verschleißen vorzeitig, verursachen Vibrationen und Poltergeräusche · mehr· weniger
Der F60 Countryman hat ein gut dokumentiertes Problem mit vorzeitigem Motorlager-Versagen. Das obere Lager ist die häufigste Schwachstelle, wobei manche nur 50.000 km halten, andere bis 110.000 km. Symptome sind übermäßige Vibrationen im Leerlauf, Poltern beim Beschleunigen oder Verzögern und sichtbare Risse im Gummielement. Das obere Lager kostet als Ersatzteil rund €150-250. Mini-Vertragswerkstätten veranschlagen €800-1.300 inklusive Arbeitskosten, freie Fachwerkstätten liegen bei €400-700. Viele Besitzer berichten, dass bei höheren Laufleistungen (120.000+ km) auch das untere Lager getauscht werden muss, was weitere €300-500 kostet. Der leichtere Cooper beansprucht die Lager weniger als der Cooper S, aber die schwerere Countryman-Karosserie gleicht dies teilweise aus.
Spanner verliert über Nacht Öldruck, verursacht Rasseln beim Kaltstart für Sekunden bis eine halbe Minute · mehr· weniger
Der B38-Motor hat eine hinten montierte Steuerkette, was den Wartungszugang verteuert. Der Spanner kann über Nacht Öldruck verlieren, was beim Kaltstart ein charakteristisches Rasseln von 1 bis 30 Sekunden verursacht. Dies tritt typischerweise zwischen 80.000 und 120.000 km auf, besonders wenn die Ölwechselintervalle bis zum BMW-Maximum gestreckt wurden. Bei kurzem Rasseln (unter 5 Sekunden) reicht oft Beobachtung. Anhaltendes oder zunehmendes Rasseln erfordert den Austausch von Kette, Führungen, Spanner und Kettenrädern. Die hintere Montage macht die Reparatur arbeitsintensiv (8-12 Stunden), wodurch die Kosten bei einer freien Fachwerkstatt auf €1.000-1.500 und bei einer Vertragswerkstatt auf €1.800-2.500 steigen. Kürzere Ölwechselintervalle (10.000 km statt der werkseitig empfohlenen 15.000 km) und hochwertiges Synthetik-Öl reduzieren das Risiko deutlich.
Direkteinspritzung führt zu Kohlenstoffablagerungen, die Leerlaufunruhe und Ruckeln verursachen · mehr· weniger
Wie alle direkteinspritzenden Motoren ist der B38 anfällig für Verkokung an den Einlassventilen, da der Kraftstoff diese im Normalbetrieb nicht umspült. Symptome sind unruhiger Leerlauf, Ruckeln beim Beschleunigen, Zündaussetzer und Leistungsverlust. Das Problem wird zwischen 80.000 und 120.000 km spürbar, je nach Fahrweise. Kurzstreckenfahrten und zurückhaltende Stadtfahrweise beschleunigen die Ablagerungen, Autobahnfahrten und hochwertigerer Kraftstoff verlangsamen sie. Walnussschalenstrahlen ist die gängige Reinigungsmethode und kostet bei einer Fachwerkstatt €350-700. Dies sollte als regelmäßige Wartungsmaßnahme für den B38 betrachtet werden, etwa alle 80.000-100.000 km.
Frühe Injektoren tropfen Kraftstoff in die Zylinder nach dem Abstellen und verdünnen das Motoröl · mehr· weniger
Fahrzeuge, die vor August 2017 produziert wurden, können Einspritzdüsen haben, die nach dem Abstellen des Motors nachtropfen. Dadurch gelangt Rohkraftstoff in die Zylinder, der an den Kolbenringen vorbei ins Motoröl gelangt. Symptome sind ein steigender Ölstand, Kraftstoffgeruch am Ölmessstab, Fehlercodes für fettes Gemisch und in schweren Fällen vorzeitiger Motorverschleiß durch Ölverdünnung. BMW hat die Teilenummer der Einspritzdüsen im August 2017 geändert, und nach dem Update treten deutlich weniger Ausfälle auf. Bei einem 2017er Modell sollte das Produktionsdatum geprüft werden. Der Austausch einer Einspritzdüse kostet rund €300, aber wenn die Ölverdünnung bereits Lagerschäden verursacht hat, können die Kosten auf €1.200 oder mehr steigen. Fahrzeuge ab August 2017 sind weitgehend nicht betroffen.
Elektrische Wasserpumpe und Kunststoff-Thermostatgehäuse versagen zwischen 80.000 und 120.000 km · mehr· weniger
Der B38 verwendet eine elektrische Wasserpumpe, ergänzt durch eine konventionelle Pumpe. Das Thermostatgehäuse besteht aus Kunststoff und kann durch thermische Belastung im Laufe der Zeit Risse entwickeln. Symptome sind eine Kühlmittel-Warnleuchte, schlechte Innenraumheizung oder schwankende Motortemperatur. Das Thermostatgehäuse allein kostet rund €150-250, die elektrische Wasserpumpe €250-400. Die Arbeitskosten betragen 3-5 Stunden aufgrund der eingeschränkten Zugänglichkeit im Motorraum. Gesamtkosten liegen bei €500-800 in einer freien Fachwerkstatt oder €800-1.200 bei der Vertragswerkstatt. Es empfiehlt sich, Thermostat und Wasserpumpe gleichzeitig zu tauschen, um doppelte Arbeitskosten zu vermeiden.
Vereinzelte elektrische Störungen bei Heckklappe, Heckscheibenwischer und Sensoren · mehr· weniger
Besitzer berichten von verschiedenen kleineren elektrischen Problemen, darunter Ausfälle des elektrischen Heckklappenmechanismus, verstopfte Schiebedach-Abläufe oder Motordefekte, zeitweiliger Ausfall des Heckscheibenwischers und Parksensor-Störungen. Diese betreffen keinen einzelnen Bereich, sondern spiegeln die Komplexität der Bordelektrik des F60 wider. Einzelne Reparaturen kosten zwischen €150 für einen Sensor und €600 für einen Schiebedachmotor. Software-Updates von Mini beheben manchmal sensorbedingte Probleme. Obwohl lästig, sind diese Defekte in der Regel nicht sicherheitsrelevant.
Für Mini-Verhältnisse zuverlässig, aber Motorlager und Steuerkette beobachten
Der F60 Countryman Cooper mit dem B38-Motor gehört zu den zuverlässigsten Minis überhaupt und ist ein deutlicher Fortschritt gegenüber der N14/N18-Ära. Die Hauptsorgen sind vorzeitiger Motorlager-Verschleiß (sehr häufig, aber nicht teuer), Steuerkettenspanner-Probleme bei höheren Laufleistungen (seltener, aber kostspielig) und Verkokung durch die Direkteinspritzung. Frühe 2017er Modelle tragen ein zusätzliches Risiko durch die tropfenden Einspritzdüsen. Besitzer, die kürzere Ölwechselintervalle (10.000 km) einhalten und gelegentlich sportlicher fahren, um Kohlenstoff- und Turboablagerungen in Schach zu halten, berichten von den wenigsten Problemen. Die meisten Exemplare erreichen bei guter Pflege problemlos über 150.000 km.
Rückrufe und technische Servicehinweise
Fehlende Aufprallschutzplatte an der Hochdruck-Kraftstoffpumpe (1.5 Benziner, Produktion Jan-Mai 2018)
Erledigung prüfen
Fertigungsfehler Schwenklager Vorderachse (Produktion Apr-Mai 2018)
Erledigung prüfen
Montagefehler Spurstange Vorderachse (Produktion Mär-Apr 2019)
Erledigung prüfen
Takata-Airbag-Gasgenerator-Austausch (betroffene Produktionsdaten variieren)
Erledigung prüfen
Kontaktieren Sie eine Mini-Vertragswerkstatt mit der FIN, um zu prüfen, ob alle Rückrufe erledigt wurden. Der Rückruf zur Aufprallschutzplatte der Kraftstoffpumpe ist besonders wichtig für 2018er Modelle, da eine fehlende Platte bei einem Unfall Brandgefahr darstellt.
Garantiestatus
Herstellergarantie (3 Jahre ab Nov 2016)
Bei den meisten Gebrauchtwagen abgelaufen
Durchrostungsgarantie (12 Jahre)
Gilt möglicherweise noch für 2017-2024er Modelle
Garantieverlängerung
Über Mini-Vertragswerkstätten erhältlich
Mini hat seine EU-Garantie ab November 2016 auf 3 Jahre erweitert (2+1-Programm), was alle F60-Modelle ab Werk abdeckt. Die meisten gebrauchten Countryman F60 auf dem Markt sind außerhalb dieser Garantie. Garantieverlängerungen von Drittanbietern sind verfügbar, aber achten Sie auf Ausschlüsse, insbesondere bei Motorlagern, die manchmal als Verschleißteile eingestuft werden.
Dieser Bericht dient nur zu Informationszwecken und stellt keine professionelle Beratung dar. Schätzungen können ungenau sein. Lassen Sie das Fahrzeug vor dem Kauf immer von einem qualifizierten Fachmann inspizieren. Wir übernehmen keine Haftung für Entscheidungen, die auf Grundlage dieser Informationen getroffen werden. Diese Seite enthält Affiliate-Links — wir erhalten ggf. eine kleine Provision, ohne Mehrkosten für Sie.